Zahlreiche positive Entwicklungen wurden beim nunmehr 6. Treffen des GFFT-Kooperationsnetzwerks „Erfolgreiche IT-Großprojekte: Mit System zum Erfolg“ am 26. April in Bad Vilbel vorgestellt und diskutiert. So haben das Institut für Angewandte Informatik (InfAI) in Leipzig und die Uniserv GmbH kürzlich einen gemeinsamen F&E-Antrag zum Thema Datenmanagement beim Projektträger eingereicht und hoffen, bald mit dem Projekt beginnen zu können. Weitere Projektskizzen und Forschungsanträge werden derzeit von verschiedenen Konsortien erarbeitet.

In einer Keynote mit dem Titel „Vom Firefighter zum Innovator“ veranschaulichte Ardour-Geschäftsführer Michael Maicher wie sich die Rolle der IT im Unternehmen durch ein IT-geführtes Innovationsmanagement wandelt und an Bedeutung gewinnt.

Technology Races gute Basis zur Erprobung von Innovationen

Netzwerkleiter Dr. Thorsten Arendt und Johannes Schmitz-Lenders, Geschäftsführer der parcs IT-Consulting GmbH, berichteten über die Erfahrungen aus den GFFT-Technology Races. Aus den bisher sieben durchgeführten Workshops seien bereits etliche Folgetermine entstanden, so Arendt. Nach Ansicht von Schmitz-Lenders bieten die Technology Races eine gute Ausgangsbasis, um innovative Technologien und Methoden gemeinsam mit Anwenderunternehmen zu erproben. Ein Vorteil der Netzwerkstruktur liege darin, den Kunden im Verbund mit anderen Partnern Gesamtlösungen mit einer Vielzahl von Facetten anstatt pointierter Insellösungen anbieten zu können.

Vielfältige GFFT-Initiativen

Weiterhin wurde über aktuelle Initiativen der GFFT berichtet. Der stellvertretende GFFT-Vorsitzende Bernhard Koch stellte das jüngst veröffentlichte Manifest für Technologietransfer vor, in dem die Kuratoriums- und Ehrenmitglieder der GFFT eine gemeinsame Anstrengung von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zur Stärkung der Innovationskraft in Deutschland fordern. Netzwerkmanager David Veith informierte über das neue GFFT-Netzwerk „IT-Security“. Dieses hat zum Ziel, IT-Security stärker mit den Unternehmensprozessen zu verzahnen, so dass Innovationen schnell und zugleich abgesichert umgesetzt werden können. Weitere Netzwerke werden zurzeit aufgebaut, z.B. zum Thema Mobility mit den Schwerpunkten Embedded Systems, Mobile Services und Reengineering/Resimulation. Fokus des ebenfalls in der Gründungsphase befindlichen Netzwerks „Organizational Intelligence“ ist, Unternehmen in die Lage zu versetzen, geschäftsstrategische Fragestellungen und Trends schneller, exakter und eventgesteuert beantworten zu können. Erreicht werden soll dies durch die intelligente Vernetzung unterschiedlichster, kontextrelevanter Datenquellen. Abschließend stellte Thorsten Arendt ein Konzept vor, nach dem unter Führung der GFFT in den kommenden Jahren ein Werkzeug zur Hilfestellung bei komplexen Technologieentscheidungen entwickelt werden soll.